G. Hasler

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!

Bipolare Störungen haben viele Gesichter. Diese Gesichter sind klinisch relevant, weil sie das Ansprechen auf medikamentöse und psychosoziale Behandlungen beeinflussen. Auf der einen Seite grenzt sich das bipolare Spektrum von den unipolaren Depressionen ab. Wo genau ist die Grenze? Haben PatientInnen mit wiederholten depressiven Episoden und einem zyklothymen Temperament eine bipolare Störung? Die Meinungen gehen auseinander. Gemäss den Zürcher „soft“-Kriterien von Prof. Jules Angst leiden 50% der PatientInnen mit einer Majoren Depression an einer bipolaren Störung. Das DSM-5 hat diese Kriterien weitgehend übernommen. Was bedeutet diese Veränderung für uns Kliniker? Welche praktische Bedeutung hat die neue Zusatzcodierung „Mit gemischten Merkmalen“ („Mixed Specifier“) für depressive und manische Episoden im DSM-5? Auf der anderen Seite des bipolaren Spektrums stehen die schizoaffektiven Störungen. Sind sie eine Form der Bipolarität?

All diese Fragen werden wir an der Fachtagung Bipolar 2016 mit Ihnen eingehend diskutieren. Ferner informieren wir Sie über neue Erkenntnisse zu wichtigen Behandlungsoptionen für bipolare Störungen: Psychotherapie, Lithium, Stimmungsstabilisatoren und Elektrokrampftherapie.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme an unserer Tagung!

Mit freundlichen Grüssen

Prof. Dr. med. Gregor Hasler
Präsident der SGBS
Chefarzt Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Universitäre Psychiatrische Dienste Bern (UPD)

Wissenschaftliche Leitung